Soziale Denkmuster oder wie der Jugendwahn der Jugend die Zukunft nimmt

Immer noch ächzen die Politiker unter der angeblichen Last der Demografie und jammern über alternde Bevölkerung. Dabei ist ein interessantes Denkmuster festzustellen.

Wenn wir doch immer älter werden und die Jugend brauchen, müßte man doch viel dafür tun, daß man die jungen Menschen eingliedert und stabilisiert.

Dazu würden für mich u.a. folgende Gedanken gehören.

Man gibt der Jugend eine Zukunft, wenn man Ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht und danach ein sicheres Arbeitsverhältnis, so wie das schon früher der Fall war. Denn wenn sie wissen, sie können als Teil in dieser Gesellschaft durch ihren Fleiß sich etwas aufbauen und eine Familie gründen, dann werden sie fast automatisch ein stabiler Faktor der Gesellschaft.

Dazu würde auch gehören, daß sie bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit gut abgesichert sind und bei ihrer persönlichen Entwicklung gefördert werden. Wie das geht sehen wir besonders in den skandinavischen Ländern, in denen junge Menschen, wenn sie älter geworden sind, ohne Substanzverlust weiter Leistung erbringen können, indem sie ab 50 mehr Urlaub erhalten, mehr Reha etc.

So geht Zukunft.

Haben Sie übrigens gemerkt, daß mit diesen wenigen Worten auch der gesamte Widerspruch zwischen jung und alt weg ist. Denn der 25jährige ist schon knapp zwanzig Jahre später 45, also fast 50.

Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Politik (pauschal) macht das Gegenteil. Sie selektieren junge Menschen aus. Wer es dann trotzdem schafft, eine Ausbildung zu machen, wird danach kaum unbefristet übernommen. Stattdessen ist Zeitarbeit und Befristung mit Niedriglöhnen ein Thema. Und wer arbeitslos wird, der muß seine Ersparnisse aufbrauchen bevor er/sie Hartz 4 bekommt. Hinzu kommt die Altersfrage.

Das hat in einem Tweet vor kurzem einer so ausgedrückt: „Die, die uns bis 70 arbeiten lassen wollen, und die, die keinen über 50 mehr einstellen, das sind dieselben, oder?“

So erleben wir eine seltsame Debatte, die nur Probleme schafft statt sie zu lösen. Und deshalb haben wir mittlerweile folgende Situation:

Arm trotz Arbeit

Zeitarbeit ist schlimmer als Rauchen und zersetzender als Drogen. Denn durch Zeitarbeit wird den Menschen systematisch die Hoffnung genommen, einen sicheren Arbeitsplatz zu bekommen. Nie kann man über 5 Jahre planen, nie erhält man längerfristige Kredite, nie darf man darauf bauen, soziale Stabilität zu erlangen. Und wer einmal arbeitslos geworden ist, weil durch sog. Umstrukturierungen oder Auslagerungen oder eine Insolvenz sein Arbeitsplatz abgebaut wurde, der kommt so gut wie nie mehr in ein gutes und gut bezahltes sicheres Arbeitsverhältnis. Daran ist die Agenda 2010 schuld, also SPD, CDU, FDP und Grüne. Und das Allerschlimmste daran ist nicht, daß sie was gemacht haben. Das Allerschlimmste daran ist, daß sie dies sehen und nichts daran ändern. Sie wollen also bewußt die Zerstörung der ehrlichen und fleißigen Menschen, denn sie können nicht mehr sagen, sie hätten nichts gewußt.

Alt und ohne Hoffnung

Wer sich selbst etwas erspart hat, der erhält nur Hartz 4 wenn er sich durch die Verarmungsregel von Hartz 4 komplett hat entwürdigen lassen und fast so arm ist wie eine Kirchenmaus. Dann muß er sich auch noch den Gängeleien der bewußt schikanösen Hartz 4 Gesetzgebung hingeben und hat keine Hoffnung mehr, im Alter auch nur einigermaßen zurechtzukommen.

Jung  und ohne Zukunft

Wer jung ist wird mit Abschluß heute oft genug nur in einen befristeten Arbeitsvertrag gesteckt, also in Zeitarbeit. Akademiker und Ungelernte haben dabei oft fast identische Schicksale, weil sie sich von Befristung zu Befristung hangeln müssen. Diese Menschen können eigentlich nur dann zu etwas kommen, wenn Sie im Hartz 4 Bezug viele Kinder machen. Dann haben sie mehr als sie je mit Arbeit verdienen könnten. Und wenn sie dann erst über 40 sind, stellt sie sowieso keiner mehr ein…

Je weniger eingezahlt, desto mehr raus bekommen

Nur  viele Beamte in Deutschland jubeln. Sie haben mit all dem nichts zu tun. Sie haben sich das für die Anderen ausgedacht und sich selbst davon ausgenommen. Sie erhalten ohne eigene Vorsorge mehr als die, die arbeiten gehen und für ihr Alter vorsorgen müssen, sie sind unkündbar und eine Beamtenwitwe hat z.B. im Schnitt 1700 Euro Witwenrente, während eine Arbeitnehmerwitwe oft keine 700 Euro hat, obwohl der Arbeitnehmer sich eigene Ansprüche erworben hat durch eigene Einzahlungen. Bei Beamten mit den hohen Witwenrenten werden übrigens Gehälter des Anderen nicht mit der Witwenpension verrechnet, bei Arbeitnehmern mit kleinen Witwenrenten schon. Es gibt noch mehr Beispiele, die alle in diese Richtung gehen. Haben Sie gewußt, daß Arbeitnehmer und ihre Kinder für die Großeltern bei der Pflege zur Zuzahlung herangezogen werden, wenn das Geld nicht reicht? Das wußten Sie sicherlich. Aber haben Sie auch gewußt, daß Beamte bei der Pflege der Eltern nicht zuzahlen müssen und sich da wieder fein rausmanövriert haben mit einer Sonderregelung?

Erst wenn klar wird, daß der junge Mensch von heute in 20 bis 30 Jahren zu den älteren Menschen gehört (so Gott will) kann auch eine Politik wachsen wie in den skandinavischen Ländern, die die Sozialsysteme an die Menschen anpaßt und nicht die Menschen an die Sozialsysteme anpassen will!?

Das würde aber Veränderungen erforderlich machen.

Das kommt sowieso eruptiv, wenn es so weitergeht. Aber gute Demokraten könnten es vorher so lösen, daß es unblutig, demokratisch und zukunftsfest geschieht. Man muß es nur wollen, zumal es beispielsweise in Schweden und Dänemark, und Norwegen und Österreich und Frankreich funktioniert.

Damit ist aber noch nicht Schluß, denn es gibt ja noch mehr schlechte Situationen.

  • Die Rente mit 67 wurde eingeführt, weil es angeblich zu wenig Geburten gibt. Mittlerweile gibt es Geburten ohne Ende, so daß eigentlich die Rente mit 67 zurückgenommen werden müßte.
  • Hinzu kommen Millionen Zugereister, die eigentlich gar nicht hier sein dürften, aber mit Steuergeldern nun leistungslos hier leben dürfen und mit einer Wahrscheinlichkeit gegen Null als Analphabeten und arabisch-islamisch sozialisiert auch bleiben dürfen, ohne jemals etwas tun zu müssen.
  • Wenn wir hören, daß hier mehr als 550.000 Menschen, die abgeschoben werden müßten und deren Rechtsstatus unzweifelhaft ist, als abgelehnte Asylbewerber weiter von Steuergeldern leben, und für Millionen neuer Zuwanderer, die ihre Pässe weggeworfen haben, Wohnungen gebaut werden, die Gesundheitsvorsorge komplett übernommen wird (wie hier, wo jemand, der nicht sofort anerkannt wurde seit 1995 hier in Therapie ist) und jeder rundum versorgt wird, ohne hier Leistungen erbracht zu haben, dann wirkt auf die, die bis 67 oder sogar 70 arbeiten sollen, jede Forderung nach Arbeit und Leistung wie ein entmutigender Widerspruch, wenn nicht sogar als Anstoß zum Hass.

Aber wer will diese Facetten der Wirklichkeit hören?

Wir machen aber unsere sozialen Lebensbedingungen selbst und wir können vieles von dem hier mit Herz und Verstand ändern.

  • Denn es ist nicht böse, wenn die, der hier gearbeitet haben, bei längerer Arbeitslosigkeit und im Alter mehr erhalten als die, die hier Schutz suchen.
  • Es ist auch nicht böse, wenn Asylsuchende Integrationsleistungen mit Abschluß erbringen müssen, bevor sie Sozialleistungen als Flatrate erhalten.
  • Es ist auch nicht böse, wenn Hartz 4 in dieser Form abgeschafft wird.
  • Es ist auch nicht böse, wenn statt der Löhne und Gehälter Gewinne und Vermögen mehr besteuert werden und diese Steuern für die Sozialkassen genutzt werden. Dann muß nämlich nit ein Arbeitnehmer für 2 oder 3 Rentner aufkommen sondern der Profit wird dafür genutzt.
  • Und es ist auch nicht böse, wenn Beamte auch in die Rentenkasse zahlen und so behandelt werden wie andere Staatsbürger.

Nichts davon ist böse aber alles ist machbar, sinnvoll und sogar erlaubt und sichert die Demokratie.

Empfehlen möchte ich noch diesen Artikel.

 

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