Wenn die Gesellschaft kaputt ist kann man die Antwort nicht googlen

Dennoch kann die Gesellschaft auf kranke Art funktionieren. Zumindest ist dies in Teilbereichen der Fall. So kann die Behandlung von Krankheiten erfolgen, auch wenn es sinnvoller wäre, Krankheiten zu vermeiden.

Und wenn eine Gesellschaft kein Grundeinkommen will (ob bedingungslos oder nicht ist eine andere Frage) dann ist der Konsum (k)eine Lösung, so wie es Hans A. Pestalozzi formulierte:

„Wir geben uns noch immer der Fiktion hin, dass wir arbeiten, um leben zu können. Die neueste Errungenschaft unseres Systems ist jedoch, dass wir dringend mehr konsumieren müssen, damit genügend Arbeitsplätze da sind…. Begegnen wir solchen Perversitäten nicht auf Schritt und Tritt?

– Eine Mobilität, die sich selbst aufhebt (Autos im Stossverkehr)?
– Eine Medizin, die krank macht?
– Eine Hygiene, die anfällig macht?
– Eine Ferienmaschine, die Erholung zum Stress macht?
– Eine Freiheit, die den einzelnen isoliert?
– Eine Technologie, die sich selbst ad absurdum führt?
– Eine Städteplanung, die die Städte zerstört?
– Eine Universitas, die Spezialisten züchtet?
– Eine Landwirtschaft, die den Boden vernichtet?
usw.“

Aus: Hans A. Pestalozzi, Nach uns die Zukunft

Wenn man dies alles weiß, dann hat man als lebender Mensch trotzdem die Aufgabe, die eigene Lebenszeit zu gestalten.

Was tun oder was tun?

Auch die Lebensumstände spielen da mit rein.

Das Sein bestimmt das Bewußtsein mit, genauso wie Aufklärung und Transparenz mitmischen.

Wie der Mensch sein soll und wie er ist erleben wir jeden Tag.

Macht wird nur duch Gegenmacht begrenzt und der menschliche Charakter ist eine Mischung aus seiner biologischen Existenz und seinem Umfeld mit den Möglichkeiten.

Macht und Herrschaft gehören zu uns.

Das Soziale ist unser Schicksal und das Asoziale unsere Herausforderung.

Jeder ist sein eigener Lebensversuch und jeder versucht zu leben.

Jeder wird sterben und deshalb ist sein Handeln ebenso orientiert.

Der Weltuntergang ist schon da, unsere Welt wir vergehen.

Wir sind mittendrin und konsumieren dies bis zum letzten Atemzug.

Denn es dauert noch etwas, ohne daß diese Erkenntnis wirklich beruhigend wäre.

Die Analyse ist klar: “In der Astrologie spiegelt sich diese soziopolitische Krise, ja eine Zivilisationskrise: Die Konstellationen der kommenden fünf Jahre sind daher eine Bestätigung. Die allgegenwärtige Dissonanz des Zyklus Uranus/Pluto symbolisiert einerseits eine Zunahme der Naturkatastrophen sowie der von Menschen hervorgerufenen Katastrophen (Atomkraft, Umweltverschmutzungen, Zusammenbruch des Bankensystems), andererseits spiegelt sie eine tief greifende – und wünschenswerte -Wandlung in unserem Denken, unserer Weltanschauung und Zukunftsorganisation… Fragen wir ohne Umschweife: Wie viele weitere Katastrophen sind nötig, damit wie das Schlimmste für unsere Generation und kommende Generationen verhindern?”

Wenn ich nun sehe, dass es keine Einigung beim Klimaschutz gibt, dass der Raubbau der Rohstoffe immer größer wird, dass die Atomkraft ausgebaut wird, dass die Banken die Gewinner ihrer Gier sind, dann kann eine Antwort auf die Frage Angst und Bange machen.

Aber ist das wirklich so? Heute stehen die Menschen an vielen Stellen der Welt allein da und wissen, sie werden verhungern oder eine wilde Soldateska kommt in ein Dorf, ermordet die Männer und verschleppt die Frauen. Heute erleben wir, dass ein Atomkraftwerk in Japan das Schicksal von Menschen durch Strahlung aus der Bahn geworfen hat mit noch nicht absehbaren Folgeschäden. Heute erleben wir, dass schon mehrfach durch Tsunamis tausende/zehntausende von Menschen plötzlich ertrunken sind. Und wir sehen, wie Menschen dafür kämpfen und ihr Leben dafür opfern, dass es Demokratie und Meinungsfreiheit gibt.

Das Schicksal ist also nichts, was Angst und Bange machen sollte. Es ist vielmehr der Weg, den die Menschen gehen müssen und der keine Angst machen muß. Denn es ist der Rahmen unseres Lebens und die Bedingung unseres Daseins. Wir werden unter Schmerzen geboren, unser Weg ist voller Leid und das Ende ist der Tod.

Hinzu kommt in diesem Fall, dass die Lösung dieser Probleme die Voraussetzung für das Ausbleiben von Katastrophen ist. Wenn wir nicht global die Ausbeutung der Erde stoppen, die Umweltverschmutzung lösen, die sanften Technologien einführen und das soziale Miteinander verbessern, dann sind wir selbst die Verursacher unserer Katastrophen, und die werden kommen.

Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen, dass der Kosmos uns nicht den Gefallen tut und uns in einem grossen Knall verschwinden läßt, sondern eher dafür sorgt, dass wir unsere selbst verschmutzte Luft und unsere verseuchten Lebensmittel einatmen und essen müssen – mit allen Folgen.

Die Erde ist nicht für so viele Menschen ausgelegt. Statt Menschen zu ermorden wären Verhütung und Umverteilung human und sinnvoll.

Aber es geht eben nicht darum, die Menschheit zu sehen und vernünftig zu sein sondern es geht um kurzfristigen Profit und Spaß.

„Oberstes Ziel ist das Überleben, gefolgt von Sex.“

Deswegen sind Religionen, die den Männern Macht über Frauen einräumen, so attraktiv für viele Männer und deshalb sind Waffen so wesentlich als Instrument der Durchsetzung des eigenen Willens, wenn man sich damit als Mann bei fehlender Sicherheit durch eine Gesellschaft holen kann, was man will.

So ist die Welt und genau das ist unser Schicksal.

Da hilft uns kein Gott sondern nur der Verstand und die Vernunft. Aber auf diese Fähigkeiten hört kaum einer.

Das steht schon in der Bibel aber nicht unbedingt bei google.

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