Das Ende des Römischen Reiches von Hans-Peter von Peschke

Am 4. September 1229 ab urbe condita  wird der letzte römische Kaiser abgesetzt. Es ist  nach unserer Zeitrechnung der 4. September 476 nach Christus.

„Erst Jahrzehnte später begannen einige Historiker zu begreifen, dass der 4. September 476 eine Zäsur darstellt. Imperien sterben langsam … Und manchmal ist es ausgerechnet ein eher marginales Ereignis, das die Wendemarke einer Epoche oder das historische Datum für den Untergang eines Reiches setzt. Die Absetzung des Romulus Augustulus ist ein solches Datum.“

So beginnt das Kapitel „Ein Wendepunt, den keiner merkt“. Dort erzählt Hans-Peter von Peschke nicht nur über die Absetzung eines Kaisers, sondern er schildert in bunten und gekonnten Worten über die hundert Jahre vor dem Ende und was danach geschah.


Sehr interessant ist das Kapitel über den Fall Roms „in den Augen der Nachwelt“. Und er schreibt sogar über ungeschehene Geschichte. Irgendwie erinnert dies mich alles an meine Zeit des Geschichtsstudiums, wo man sich solche Fragen auch stellte und dann merkte, wie wichtig es ist, über den Rahmen hinauszudenken und den jeweiligen Zeitgeist miteinzubeziehen.

Der Gedanke über ein Ereignis eine Epoche und die Sichtweise mehrerer Jahrtausende auf dieses Ereignis darzustellen ist faszinierend. Und dabei locker und interessant zu schreiben ohne oberflächlich zu sein ist eine Kunst.

Hans-Peter von Peschke beherrscht diese Kunst in diesem Buch. Wer sich für das Römische Reich interessiert und einen lesenswerten Einstieg haben möchte mit weiterführenden Literaturhinweisen, der findet hier genau das, was er/sie gesucht hat.

Das Buch ist im Theiss Verlag erschienen.

von Peschke, Hans-Peter

Das Ende des Römischen Reiches!

ISBN 978-3-8062-2425-2

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