Leben und Tod im Angesicht des Terrorismus – Lehren aus der Geschichte

Es ist wieder mal an der Zeit, sich in der westlichen Welt mit den Grundfragen von Macht und Gewalt zu beschäftigen.

Das hat es je nach Wissen um die Weltgeschichte immer gegeben, aber nicht immer und überall gleichzeitig.

Da jeder Mensch weiß, wo es ihm weh tut, weiß jeder auch gleichzeitig, wo er dem anderen weh tun kann.

Die westlichen Länder haben durch den Abbau von sozialem Schutz und dem Aufbau der Ideologie des freien Marktes und des grenzenlosen Reichtums, die Gier und die Skrupellosigkeit als neue Verfassung etabliert.

Sie haben aber nicht damit gerechnet, daß die neuen und vielen Menschen hier und auf den anderen Erdteilen auch konsumieren wollen und nicht nur zusehen wollen.

Es gibt immer mehr Ausgegrenzte und es gibt immer mehr Menschen ohne Hoffnung. Diese finden nun zunehmend Wege sich ihren Teil zu nehmen. Das war übrigens schon immer so seit es Aufzeichnungen zur Geschichte der Menschheit gibt.

Aktuell kommen sie mit westlichen Waffen wie die IS Terroristen und sie kommen als Flüchtlinge in eine westliche Welt, die glaubt, Menschen aus anderen Kulturen ohne klare Vehaltensweisen und Bedingungen „integrieren“ zu können.

Was für ein Fehler! Aber darüber darf man in manchen Ländern nicht sprechen wie z.B. in Deutschland.

Deutschland ist ein Musterbeispiel für den Aufbau von anschwellender Fremdenfeindlichkeit in Zeiten, die eigentlich anders sein sollten.

Während Politiker in Sonntagsreden vom Asyl und der deutschen Schuld sprechen, wird übersehen, daß genau diese gerade eine neue Schuld auf sich nehmen. Sie tragen alle Konflikte der Welt nach Deutschland hinein, weil sie Menschen ungefiltert hier hinein lassen und gleichzeitig die, die hier geboren sind, durch asoziale Sozialgesetze (unter Verstoß gegen das Grundgesetz) zu Feinden des Staates machen.

Man kann es für Deutschland auch anders sagen. Es gibt eine riesige Bürokratie, die Menschen ohne Arbeit verwaltet, mit Vorschriften gängelt und bei den kleinsten Vergehen Strafen verhängt, die das unterschrittene Existenzminimum noch mal kürzen. Zugleich dürfen Flüchtlinge im Prinzip machen, was sie wollen. Hinzu kommt, daß die Berechnung nach Personen von deutschen Kleinfamilien ausging und nicht von kulturell anderen Großfamilien. Wer hier vorher gearbeitet hat wird schlechter behandelt als der, der hier hinflüchtet und viele Kinder hat oder macht. Hier wird also ein Problem erzeugt und gefördert, das vermeidbar wäre.

Ich zitiere noch einmal Golo Mann: „Die Steuern wurden zum größten Teil von den Armen getragen, nicht von den Reichen, die Mittel und Wege fanden, ihnen zu entgehen. (Moral: Ohne ein gerechtes, wirksames Steuersystem läßt sich kein Reich, keine Gesellschaft sich verteidigen, am allerwenigsten in gefährlichen Zeiten, wie das 4., das 5. Jahrhundert für Rom waren.) Teils an sich selber, weil jeder Beamte seine Kinder mit hineinschleuste, teils an den immer komplizierter werdenden Aufgaben der Verwaltung schwoll der Körper der Bürokratie an zu erstickendem Gewicht; mit um so bösartiger Wirkung, weil die Bürokratie unterbezahlt war und folglich auf Bestechung und, wo sie konnte, auch Akte grausamer Willkür sich angewiesen glaubte. (Moral: Die Beamtenschaft einer entwickelten Gesellschaft muß zahlenmäßig in vernünftigen Grenzen gehalten werden; als Stand bedarf sie eines besonderen Pflicht- und Ehrgefühls.) Inmitten eines übersteuerten, überverwalteten, durch innere Unordnung und äußere Feinde bedrohten Gemeinwesens zogen die Reichen sich auf ihre Besitzungen wie auf Festungen zurück; wenn sie nicht gar ihr Vermögen weislich nach Ostrom, nach Konstantinopel und Anatolien verschoben, wo man einstweilen sich noch sicherer fühlen konnte. (Moral: Verraten die Reichen die große Mehrheit ihrer Landsleute, dann verraten sie auf die Dauer auch sich selber; durch zynischen Egoismus können sie sich nur für kurze Zeit retten.)“

Das sind nicht Anmerkungen zur Gegenwart sondern zum Untergang des Römischen Reiches.

Europa versucht gerade, an den Parlamenten vorbei eine neue Ordnung zu etablieren. Und viele Politiker z.B. in Deutschland als Vertreter von Interessen jenseits des Volkes machen mit. TTIP ist ein Projekt, das die Rechte der Völker und Demokratien aushebeln will.

Hinzu kommt der Streich von 2008. Damals wurden die Banken gerettet indem man ihnen die Gelder der Staaten übertrug und so viele Staaten so veschuldete, daß danach soziale Katastrophen Einzug hielten.

Statt Gesetze gegen die Gier zu machen wurden Gesetze für die Gier gemacht, national und international.

Grenzenlose Gier wurde zum Prinzip der Globalisierung. Dabei wurde übersehen, daß das Prinzip des Geldes keine Antwort auf Ausgrenzung und Hoffnungslosigkeit hat.

Immer mehr Menschen leben in einer Konsumwelt ohne Hoffnung auf Konsum und eine bessere Zukunft.

Armenspeisungen werden nicht reichen. Vielmehr suchen die Menschen in solchen Situationen dort Antworten, wo ihnen welche gegeben werden.

Klar ist, daß nun die Stunde derjenigen schlägt, die den Reichen etwas wegnehmen wollen, um es den Armen zu geben.

Das wird auch geschehen, weil die Reichen dumm genug sind, nicht freiwillig umzuverteilen und vielfach glauben, sie hätten ein Recht auf ihren Reichtum.

Die Geschichte zeigt an vielen Beispielen, daß genau dies ihnen zum Verhängnis werden wird.

Es wird nicht nur IS Terroristen geben, die mit den modernsten amerikanischen Waffen nach Europa einfallen werden.

Es wird auch viele junge Menschen in Europa geben, die sich ihre Hoffnungslosigkeit nicht gefallen lassen.

Und es wird viele ältere Menschen geben, denen man falsche Versprechungen gemacht hat.

Das wird überall dort geschehen, wo die Ungerechtigkeit ein gewisses Maß überschreitet.

Das können wir aus der französischen Revolution lernen.

Historisch betrachtet ist klar, was kommen wird, wenn nicht wirklich etwas geschieht für die Menschen.

Das Europa der Nationalstaaten ist die einzige Chance. Die Umverteilung von privatem Reichtum auch von Banken und Fonds zu den Menschen ist dabei eine Antwort.

Der Schuldenschnitt ist eine andere Antwort.

Das alles ist die moderate Antwort, wenn man in die Geschichte schaut.

Alles andere wird radikaler.

Amerika weiß, daß es nicht gewinnen kann. Europa weiß, daß es sich wehren muß.

Kann sich Europa wehren, wenn Europa als Verwaltung von den Völkern gehasst wird und nur die nationalen Wurzeln stabilisieren?

Kann man Solidarität verlangen, wenn die Menschen, die in Europa geboren sind, schlechter behandelt werden als die, die dorthin flüchten?

Die politische Naivität ist aktuell so groß wie schon oft in der Geschichte. Und die Antworten werden ebenso sein.

So will ich enden mit Spartakus: „So wunderbar die Gabe des Wissens ist, so wenig hat sie doch Macht über das Geschehen.“

 

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